Gutes für die Hufe
10.2007
Gutes für die Hufe Einfluß der Fütterung auf die Hufhornqualität Sicher haben Sie sich auch schon wenigstens einmal gefragt, warum oder ob ein Pferd heutzutage überhaupt Ergänzungsfuttermittel benötigt. Ob dieses möglicherweise nur ein von der Industrie künstlich geschaffener Bedarf ist. Ist es nicht! Grund für den Bedarf an Ergänzungsfuttermitteln ist der Umstand, dass die Pferde heutzutage durch die moderne Monokultur mit ihren schnellwachsenden Rindergräsern längst nicht mehr alle notwendigen Nährstoffe und vor allem keine Kräuter erhalten. Und natürlich haben auch die modernen Haltungsformen sowie Zuchtkriterien und besonders die Aufzucht ihren Anteil dazu beigetragen.
So kommt es, dass viele Pferde heute vermehrt körperliche Probleme haben, wie z.B. Huf-, Gelenk- und vermehrt allergische Probleme Besonders die Hufe sind ein Spiegel der Gesundheit des Pferdes. In der Struktur des Hufhorns sind Änderungen des allgemeinen Gesundheitszustandes, der Haltung und der Fütterung meist gut abzulesen. Eine ausgewogene Fütterung bestehend aus Grund-, Kraft- und Ergänzungsfutter ist daher auch für die Hufqualität von großer Bedeutung. Natürlich sind dabei aber die weiteren Haltungsbedingungen nie außer acht zu lassen. Was nützt die beste Fütterung, wenn das Pferd im Mist steht und Ammoniak die Hufe angreift. Ebenso ist natürlich auch regelmäßige Bewegung für ein gesundes Hufhorn unabdingbar. Und wenn die Hufpflege nicht oder nicht fachmännisch durchgeführt wird, dann kann auch das beste Hufhorn platzen und andere Deformierungen aufweisen. Es gibt vieles, was das Hufhorn beeinträchtigt, hier soll aber nur auf die Fütterung, aber eben auch im Gesamten, eingegangen werden. Das Grundfutter eines Pferdes ist vor allem das Raufutter, also Heu und Stroh, aber auch das Saftfutter (z.B. Gras, Silage, Karotten, Äpfel). Nicht das Kraftfutter! Das wird immer wieder verkannt und so erhält manches Pferd eine Kraftfuttermenge, die im Bereich der empfohlenen Grundfuttermenge liegt. Abgesehen davon, dass viele Pferde Kraftfutter erhalten, obwohl sie dieses überhaupt nicht benötigen. Dazu aber später. Das Raufutter sollte also den Hauptbestandteil der Futterration ausmachen. Dieses ergibt sich aus der natürlichen Entwicklungsgeschichte des Pferdes, das sich aufgrund der natürlichen Gegebenheiten über viele Jahrtausende hinaus nur von Raufutter ernährt und einen entsprechenden Verdauungstrakt gebildet hat. Um eine ausreichende Futtermenge zu gewährleisten sollte das Pferd täglich mindestens 1 kg kaufähiges Raufutter pro 100 kg LM (Lebend-masse=Körpergewicht) bekommen. Das bedeutet für ein Großpferd also mindestens 5 bis 6 kg. Ein zu geringe Raufutteraufnahme beeinträchtigt die Dickdarmflora. Ebenso negativ wirkt sich natürlich ein Qualitätsmangel bei Heu oder noch eher bei der Silage vor allem auf die Darmflora aus. Um einen Überblick über die vorhandenen Raufutterqualitäten in der Pensionspferdehaltung zu erhalten, wurden im Herbst 2000 in den Kammerbezirken Münster und Bonn repräsentative Stichproben von Heu und Stroh auf ihre hygienische Beschaffenheit sowie futterwertbestimmende Inhaltsstoffe untersucht und ausgewertet. Anhand eines Fragebogens wurden ferner Informationen zu Ernte- und Lagerungsbedingungen erfasst und mit der Futterbe-schaffenheit in Zusammenhang gebracht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen sowohl beim Heu als auch beim Stroh bedenkliche Keimbelastungen, die v.a. im Zusammenhang mit anderen Negativ-faktoren eine Gefährdung der Gesundheit der Pferde darstellen. Leider kann man mit dem bloßen Auge Schimmelsporen oder Bakterien meist nicht erkennen kann. Auf eine sog.
Sinnenprüfung (Geruch und Aussehen) sollte man auf keinen Fall verzichten, da sie wichtige Anhaltspunkte gibt. Mögliche gesundheitliche Schäden durch keimbelastetes Pferdefutter: Schädigende Mikroorganismen Schadwirkung Bakterien Verdauungsstörungen, Durchfall, Leberschäden, nervöse Störungen, Mastitiden Schimmelpilze Ansiedlungen im Atmungs-/Verdauungstrakt (Mykosen)Inhalation: - Atembeschwerden - Allergien Hefen Aufgasungen im Verdauungskanal,Magenrupturen, Koliken Milben Verdauungsstörungen, Lähmungen, Allergien Quelle: Sonderuntersuchung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe Zu beachten ist, dass das Ausmaß gesundheitlicher Risiken von Art und Höhe der Futterbelastung abhängt. Nicht jede Kontamination hat Auswirkungen auf das Tier. Die Keimbelastungen des Futters wirken umso stärker, je ungünstiger die Umweltbedingungen (Haltungsfehler, Stress, Krankheitsdruck) für das Pferd sind. Wenn die Sinnenprüfung aber einen Qualitätsmangel ergibt, sollte das Futter auf keinen Fall an das Pferd verfüttert werden. Eine genaue Beurteilung der Futterqualität kann über eine Untersuchung bei den Landwirtschaftlichen Untersuchungsanstalten oder ähnlichen Instituten eingeholt werden. Eine solche Untersuchung ist leider nicht billig. Bei Weidegang ist unbedingt auf das Nachfolgende zu achten: 1. Weiden Sie Ihr Pferd langsam an. Die Darmflora Ihres Pferdes ziemlich unflexibel ist und für neues Futter eine ausreichende Gewöhnungszeit benötigt! Auf plötzliche Futterumstellungen reagiert der Verdauungstrakt des Pferdes sehr sensibel. 2. Füttern Sie vor dem Weidegang Heu und erst nach dem Weidegang Kraftfutter. Sofern bereits morgens Kraftfutter gefüttert werden muss, sollte unbedingt vor und nach Kraftfutterfütterung und vor dem Weidegang Heu gefüttert werden. Auf jeden Fall soll das Heu das letzte Futter sein, das die Pferde vor dem Weidegang erhalten, da es andernfalls zu Gärungen und damit Koliken kommen kann. 3. Achten Sie darauf, dass die Weide den Bedarf Ihres Pferdes deckt. Es ist sowohl eine Überfütterung als aber auch eine Unterfütterung zu vermeiden. Bei magerer Weide soll unbedingt dazugefüttert werden. Bei fetter Weide muss rationiert werden, wenn das Pferd nur leicht bewegt wird! 4. Bedenken Sie, dass die modernen Gräser nicht so rohfaserhaltig sind und füttern Sie möglichst etwas Heu und/oder Stroh dazu, um dieses auszugleichen. 5. Achten Sie besonders bei frostigen Nächten gefolgt von warmen sonnigen Tagen, also vor allem im Frühjahr und Herbst auf Ihr Weidepferd (vgl. für Details Tabelle 1). Es bilden sich sehr schnell sog. Fruktane. Fruktane sind langkettige Kohlenhydrate (Polysaccharide) und dienen der Pflanze als Energiezwischenspeicher, wenn aufgrund der Witterung das Pflanzenwachstum eingeschränkt ist. Die Aufnahme von 1 g Fruktan/kg KM gilt als unkritisch wohingegen 7,5 g /kg KM ( das sind bei einem 600 kg schweren Warmblut 4500 g - Als Beispiel: Bei dem Deutschen Weidegras liegt der Fruktangehalt bei Temperaturen zwischen 5 bis 10° bei 210 g/kg TM, bei 11 bis 25 ° nur noch bei 10 g/kg TM. Bei einer täglichen TM-Aufnahme von 15 kg, also maximal 3,2 kg Fruktan) kritisch sind und eine sicher Hufrehe auslösen können. Wenngleich diese hohe Menge grundsätzlich erst in 3 Tagen Weidegang aufgenommen werden könnte, sollte die Gefahr nicht unterbewertet werden. Es gibt weitere Faktoren, wie insbesondere ein zu schnelles Anweiden, die mikrobielle Besiedlung des Magen-Darmtrakes jeweils kombiniert mit einer gewissen Rassedisposition die bereits bei geringen Mengen als 7,5 g/kg KM eine Hufrehe auslösen können.
So sollten auf jeden Fall Pferde, die vorgeschädigt sind, bei den oben und in Tabelle 1 beschrieben Witterungsbedingungen nicht auf die Weide gestellt werden. Wenn die Temperaturen im Laufe des Tages steigen, „verwachsen“ sich die Fruktane ebenso schnell wieder. 6. Die Konsequenz aus dem oben Dargestellten darf nicht sein, dass das Pferd keinen Weidegang mehr erhält. Bei anfälligen Pferden sollte jedoch das Anweiden sehr langsam durchgeführt werden (mindestens 2 Wochen, besser noch länger) und der Weidegang sollte unter Berücksichtigung der jeweiligen Witterungen erfolgen bzw. auch zeitweise eingeschränkt werden. Weiterhin sollte auf die Gräservielfalt, die Düngemaßnahmen sowie die regelmäßige Nutzung der Weide (der Fruktangehalt sinkt bis auf wenige Ausnahmen deutlich vom 1. zum 3. bzw. 4. Schnitt) geachtet werden. Es gibt Grassorten, die besonders stark und andere, die deutlich schwächer zur Fruktanbildung neigen. Wenn möglich sollte man dieses bei der Aussaat berücksichtigen. Die Beratungsstellen der Landwirtschaftskammern geben zu passenden Saatmischungen Auskunft. 7. Und füttern Sie auf jeden Fall ein Ergänzungsfutter dazu - auch beim Weidegang. Denn unsere auf Rinderzucht ausgerichteten, ertragreichen und stark zuckerhaltigen Gräser sind nährstoffarm. Es fehlen vor allem Mineralien und Spurenelemente. Nur wenige Weiden sind pferdegerecht angelegt. Und selbst die – sehr teure - Beimischen von spezieller Kräutersamen gewährleistet nicht die dauerhafte Einführung dieser Arten in die Narbe und die entsprechende Versorgung. Natürlich lassen sich nicht alle Empfehlungen in der Praxis umsetzen. Viele Pferde sind in Pensionsställen untergebracht. Nicht jeder Pensionsstallbesitzer reagiert aufgeschlossen auf entsprechende Anregungen. Aber ganz unversucht lassen sollte es der Pferdebesitzer nicht. Und bei groben Missständen, sollte man doch lieber einen längeren Weg oder andere Unannehmlichkeiten hinnehmen, als sein Pferd in dem Stall zu belassen. Die an der Pferdegesundheit entstehenden Schäden lassen sich oft nicht wieder gutmachen. Tabelle 1: Weidegang und Rehegefahr Nachtfrost NiedrigeTagestemperaturen Kein Sonnenschein Kein pflanzenwachstum gesteigerte Fruktanspeicherung Rehegefahr Nachtfrost NiedrigeTagestemperaturen Sonnenschein Hohe Energieproduktion starker Speicherung von Fruktan Sehr hohe Rehegefahr Normale Temperaturen Kein Sonnenschein Wenig Energieproduktion Geringe Rehegefahr Höhere Temperaturen Kein Sonnenschein Wenig Energieproduktion Pflanzenwachstum Abbau der Fruktanspeicher Abnehmende Rehegefahr Höhere Temperaturen Sonnenschein Pflanzenwachstum Keine Rehegefahr Das Kraftfutter: Als Kraftfutter werden heutzutage vor allem Hafer, Gerste und Müsli verfüttert. Wir halten - ungequetschten - Hafer für das optimale Grundfutter. Vorab ist zu sagen, dass es die ideale Mengenfestlegung für Kraftfutter nicht gibt. Jedes Pferd hat einen anderen Bedarf. Das eine benötigt selbst bei nur leichter Arbeit mehr Kraftfutter als ein anderes bei deutlich stärkerer Arbeit. Wir sprechen daher nur Empfehlungen aus. Sie sollten Ihr Pferd mit dem Auge füttern. So kann dann tatsächlich eine höhere wie auch eine niedrigere Menge herauskommen. Mit einem Kilogram je 100 kg LM sollten Sie jedoch bitte nicht beginnen. Besser von unten nach oben als umgekehrt. Denn die Überfütterung richtet mehr Schaden an als die Unterfütterung. Wobei mit Unterfütterung auf keinen Fall das Hungernlassen gemeint ist. Füttern Sie Ihr Pferd unbedingt regelmäßig! Hafer kann von dem Pferd optimal verwertet werden. Das Quetschen des Hafers ist nur für die Fütterung von Fohlen und älteren Pferden empfohlen. Dieses beeinträchtigt aber die Lagerfähigkeit. Zudem ist die Verdaulichkeit des gequetschten Hafers kaum höher als die des unzerkleinerten Haferkorns. Lediglich bei älteren Pferden mit Zahnproblemen sollte man gequetschten Hafer füttern. Die bei der Haferfütterung oft befürchtete Eiweißüberversorgung resultiert meist aus den zu hohen Hafermengen. Außerdem enthält Hafer im Vergleich zu anderen Kraftfuttersorten gar nicht so viel Eiweiß bzw. verdauliches Rohprotein. Zum Vergleich: Hafer enthält 85 g/kg verdauliches Rohprotein, Gerste 87 g/kg, Mais 64g/kg und Dinkel 83 g/kg. Wirklich reich an verdaulichem Rohprotein ist Sojaextraktionsschrot mit 412 g/kg, das für laktierende Stuten zur ausreichenden Eiweißversorgung empfohlen wird. Und beachten Sie, dass Heu zwischen 40 und 70 g/kg Rohprotein enthält. Es ist insofern fraglich, welchen Sinn die Fütterung von sog. eiweißarmen Müslis mit meist nur 500 g bis 1 kg täglich bezüglich der Rohproteinversorgung machen soll. Zudem geht die herrschende Meinung inzwischen davon aus, dass eine Hufrehe nicht durch eine erhöhte Eiweißzufuhr sondern im Hinblick auf das Kraftfutter durch eine übermäßige Stärkezufuhr verursacht wird bzw. werden kann. Hier findet auch die Verdaulichkeit der Stärke Beachtung: So weist Hafer eine deutliche bessere Stärkeverdaulichkeit auf als ganzer oder selbst geschroteter Mais und geschroteter Gerste (siehe Tabelle 2). Hydrothermisch aufbereitetes Getreide soll eine
deutlich bessere Stärkeverdaulichkeit haben. Mais sollte möglichst nur hydrothermisch zur Flocke aufbereitet verfüttert werden. Unzerkleinerter oder gebrochener Mais ist für den Pferdeorganismus kaum verdaulich. Die gebundene Stärke kann vom Pferd nicht aufgeschlossen werden. Hierdurch kann es zu Verdauungsstörungen und insbesondere zu einer Übersäuerung mit daRaus resultierender Kolik kommen. Oft wird Gerste gefüttert. Auch die Gerste ist für den Pferdeorganismus nur eingeschränkt verdaulich (s.o.). Sie sollte daher geschrotet sein. Im Vorderen Orient ist Gerste das typische Körnerfutter für Pferde. Es gibt Berichte darüber, dass eine überhöhte Gerstefütterung Hufrehe begünstigen kann. Dinkel, eine frühe Form des Weizens, entspricht bezüglich Futterwert und Verdaulichkeit dem Hafer. Dinkel muss zur besseren Verwertung wenigstens leicht gequetscht werden. Besondere Vorzüge des Dinkels gegenüber dem Hafer sind nicht nachgewiesen (vgl. Meyer; Coenen Pferdefütterung, 4.erw. und aktualisierte Auflage 2002, S. 98). Eine allgemein gültige Idealmenge an Kraftfutter für Pferde festzulegen, ist sehr schwer und fast unmöglich. Jedes Pferd hat einen anderen Bedarf. Das eine benötigt selbst bei nur leichter Arbeit mehr Kraftfutter als ein anderes bei deutlich stärkerer Arbeit. Wir sprechen daher nur Empfehlungen aus. Sie sollten Ihr Pferd mit dem Auge füttern. So kann dann tatsächlich eine höhere wie auch eine niedrigere Menge herauskommen. Als Richtschnur kann zunächst gelten: Ein Pferd, das leicht bis mittel (also etwa 1 Stunde täglich) gearbeitet wird, benötigt grundsätzlich nicht mehr als maximal 0,5 kg Hafer je 100 kg LM. Ein Großpferd sollte danach 2,5 bis 3 kg Hafer täglich erhalten. Sobald die Arbeitsleistung herabgesetzt wird, sollte auch die Haferration entsprechend stark reduziert bzw. ganz gestrichen werden. Dieses gilt generell für alle Arten von Kraftfutter! Wichtig ist ebenfalls, dass Sie das Kraftfutter – insbesondere bei größeren Mengen – auf mehrere Fütterungen aufteilen. Füttern Sie zudem das Rauhfutter immer vor dem Kraftfutter. Und bedenken Sie: Eine Überfütterung mit Kraftfutter richtet mehr Schaden an als die Unterfütterung. Bei Fütterung von zu großen Kraftfuttermengen kommt es zu einer Schädigung insbesondere der Darmflora. Der Dickdarm wird übersäuert. Die Übersäuerung führt zum Absterben von Bakterien. Damit wird u.a. auch die Bildung von wasserlöslichen Vitaminen (darunter besonders die B-Vitamine also auch Biotin) durch die Mikroorganismen des Dickdarms erheblich gestört. Außerdem entstehen Toxine, die in die Blutbahn eintreten und so eine Hufrehe auslösen können. Zugleich wird die Darmwand in ihrer Barrierefunktion beeinträchtigt und Krankheitskeime können in das Blut gelangen und z.B. auch eine Hufrehe auslösen. Selbst wenn die Übersäuerung nur zu einer leichten aber latenten Schädigung der Darmflora und/oder der Darmwand führt, beeinträchtigt dieses u.a. die Hufhornqualität, da nicht nur die Vitaminsynthese sondern auch die Nährstoffresorption aus der Grundnahrung gestört bzw. behindert wird. Nach Erfahrungen beim Rind ist es möglich, dass einseitige Kraftfuttergaben mit wenig Rauhfutter die Hornfestigkeit zu beeinflussen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Mängel in der Fütterung nicht unbedingt sofort eine negative Wirkung zeigen können, sehr wohl aber über einen längeren Zeitraum allmählich zu Mangelerscheinungen wie z.B. fehlender Vitalität, Schwerfuttrigkeit, Übergewicht, Haar- und Hautproblemen, Immunschwäche und eben auch schlechter Hufhornqualität oder verlangsamten Hufhornwachstum führen können. Und dieses trotz rein rechnerisch ausreichender Nährstoffgehalte im Futter. Das Tüpfelchen auf dem i: Das Ergänzungsfutter. So ist die Zufütterung insbesondere von Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen aber auch Vitaminen heutzutage unerlässlich. Denn diese sind die Bausteine des Körpers. Ein Mangel führt über kurz oder lang zu deutlichen Problemen, wie z.B. Verzögerungen im Fellwechsel, stumpfem Fell bis hin zu Hautproblemen, Wachstumsstörungen bei Jungpferden, Anfälligkeit für Infektionserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Leistungsschwäche und insbesondere Hufproblemen. Mit einem ausgewogenem Ergänzungsfutter können Sie diesen Problemen vorbeugen. Und das am besten bereits mit einer entsprechenden Fütterung der Mutterstute. Aber welches Futter ist nun als Ergänzungsfutter empfehlenswert? Optimal ist ein Futter, das die notwendigen Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren in ausreichendem Maß anbietet. Dabei kommt es besonders auch auf die Wechselwirkung der Nährstoffe untereinander an. Gemäß dem sog. "Minimumgesetz" kann der größte Faktor nur wirken, wenn auch der kleinste notwendige Faktor vorhanden ist. Weiterhin ist auf eine hohe Bioverfügbarkeit, also Aufnahme der Nährstoffe, vor allem der Spurenelemente vom Darm ins Blut und optimale Verwertung im Organismus als Voraussetzung für die Wirkung dieser Mikro-Nährstoffe zu achten. Die organisch gebundenen, d.h. mit Aminosäuren und anderen Elementen wie z.B. Hefezellen zu einem Komplex vereinten Spurenelemente weisen solch eine hohe biologische Verwertbarkeit auf. Wichtig sind zudem Vitamin E und Selen, die Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C, Folsäure, Nicotinsäure, Pantothensäure sowie auch die Aminosäuren DL-Methionin und Lysin. Im Anhang finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Nährstoffe und Ihrer Bedeutung für die einzelnen Körperfunktionen. Für eine gute Hufhornqualität und ein gutes Hornwachstum sind folgende Nährstoffe von besonderer Bedeutung: Biotin Biotin wird immer wieder als das Huf-Vitamin bezeichnet. Dieses scheint nur bedingt richtig. Studien haben gezeigt, dass nur etwa 5 % der Pferde mit Hufproblemen unter einem Biotinmangel leiden. Dieser Mangel zeigt sich in „Löchern“ im Zellverbund, die offenbar durch ein gestörtes Nachschieben des Horns entstehen. Der überwiegende Teil der Pferde mit Hufproblemen (ca 95 %) zeigt hingegen einen insgesamt aufgeweichten Zellverbund. Hier fehlen dem Organismus die für die Bildung eines optimalen Interzellularkitts notwendigen Nährstoffe. Mit der Zuführung einzelner Nährstoffe kann in diesen Fällen keine oder zumindest keine zufrieden stellende Verbesserung erzielt werden. Wichtig ist vielmehr eine komplexe Versorgung des Stoffwechsels mit Biotin kombiniert mit einer Vielzahl von weiteren Nährstoffen. Empfohlen wird immer noch eine täglich Menge von 3 mg/100 kg LM, das sind 15 bis 18 mg für ein Großpferd. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch geringere Mengen von Biotin, wenn sie denn mit anderen Nährstoffen kombiniert werden, ausreichen. Nach meiner Information kommt der oft genannte Wert von 20 mg ursprünglich aus der Schweinezucht und übernommen worden, ohne dass es Untersuchungen bezüglich der Wirksamkeit auch geringerer Mengen beim Pferd gegeben hat. Ein Versuch an der Wiener Hofreitschule zeigte, dass Biotin die Hornqualität nach einer langfristigen Fütterung(ab 9 Monaten) deutlich verbesserte. Aber auch in diesem Versuch zeigte sich, dass das Horn zwar besser aber nicht vollständig gesund war. Es war jedoch nur noch leichtgradig verändert, so dass die Pferde gebrauchsfähig waren. Auch diese Untersuchung deutet – wie sich auch vor allem empirisch bestätigt hat – darauf hin, dass es weiterer Nährstoffe bedarf. Fest steht, dass Biotin nur am nachwachsenden Horn wirkt. Zink Zink ist für fast alle Stoffwechselvorgänge des Körpers lebenswichtig. Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover aus dem Jahr 1996 wies auf, das die Zinkgehalte in mangelhaften Hufhorn deutlich geringer waren als jene in gesundem Hufhorn. Die im Blut festgestellten Zinkgehalte waren jedoch gleich. Durch Zufütterung von Zink konnte der Zinkgehalt im mangelhaften Hufhorn bereits nach wenigen Monaten erhöht werden. Klar geworden ist in dieser Studie jedoch nicht, ob das Hufhorn mangelhaft war, weil es zu wenig Zink erhielt. Dieses spräche vor allem für ein Problem der Zinkaufnahme bei den betroffenen Pferden. Oder ob es ein Problem der Einbindung des Zinks in das Hufhorn aufgrund anderer Faktoren ist. Die Zufütterung jedenfalls von organischen Zinkverbindungen in einem Nährstoffkomplex zeigt jedoch in der Praxis deutliche Verbesserungen am – insbesondere zu weichen - Hufhorn. Empfohlen werden 1 mg/1 kg KM täglich. In einer vergleichenden Studie aus dem Jahr 2003 (Diss. Kreyenberg) wurde dargestellt, dass nach verschiedenen Studien aus den Vorjahren organische Zinkverbindungen (z.B. Zinksulfat, Zink-Chelat, Zinkpropionat) wechselnde Bedürfnisse besser abdecken können als anorganische Zinkquellen (Zinkoxid). Es zeigte sich in der Studie, dass die Zufütterung von Zinkoxid anders als bei Zinksulfat und Zinkchelat so gut wie keinen Zinkserumresponse zeigte. Daher wurde vom Einsatz von Zinkoxid für Studien zum Effekt der Zinksupplementierung auf das Hufhorn abgeraten. Bezüglich der Zinkresorption wurde zudem als maßgeblich erachtet, ob das Hauptfutter einen hohen oder niedrigen Phytatgehalt hat. Phytate bilden schwer lösliche Komplexe mit Mineralien wie Zink, Eisen und Magnesium. Phytate sind vor allem in Kleie enthalten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Vitamin C die negative Wirkung des Phytats auf die Aufnahme von Eisen ausgleicht. Wieweit das auch für Zink gilt, habe ich nicht herausfinden können. DL-Methionin und L-Cystein Diese beiden schwefelhaltigen Aminosäuren sind essentiell für die Bildung von Keratin. Keratin ist die Hauptgerüstsubstanz von Hornzellen. Es trägt maßgeblich zur Hufhornfestigkeit bei. Das Protein Keratin besteht zu 4 % aus Schwefel. Das Pferd kann aus dem Futter fast nur organischen Schwefel nutzen, daher müssen Pferde über "organische Schwefelspender", wie z. B. das Methionin, mit Schwefel versorgt werden. Nur so ist zu erklären, dass bereits binnen weniger Wochen nach Zufütterung eine Verbesserung der Beschlagbarkeit, ein verlangsamter Eisenverlust und eine Stabilisierung im Bereich des Tragrandes auch von Fachleuten gemeldet wird. Vitamin A Ein Vitamin A-Mangel begünstigt loses, brüchiges Hufhorn. Besonders im Winter ist die Vitamin A-Versorgung nicht immer gewährleistet. Lecithin Die essentiellen Fettsäuren im Lecithin sind nicht nur für ein gesundes glänzendes Haarkleid wichtig sondern auch für geschmeidiges und gut durchfeuchtetes Hufhorn notwendig. Selen Selen ist ein wichtiges Spurenelement. Es wird aber leider schnell verteufelt. Richtig ist, d
ss schon geringe Überdosierungen toxisch sind. Daher sollte der Pferdebesitzer nicht eigenmächtig ein konzentriertes Selenprodukt zufüttern. Auf Selen verzichten kann der Organismus, insbesondere auch zur Wirksamkeit des Vitamin E als Schutz vor Oxidation wie auch im Muskelstoffwechsel nicht. Selen wird zudem eine immunsteigernde Wirkung sowie im Humanbereich inzwischen auch eine anticancerogene Wirkung zugesprochen. Deutschland sowie weite Teile Europas sind Selenmangelgebiet (gemäß einer Studie der Uni Bonn aus dem Jahr 2000) Achten Sie darauf, dass Ihr Pferd Selen erhält, aber möglichst nur über ein Futter und insgesamt Vitamin C Wie bereits berichtet, wirkt sich Vitamin C nicht nur positiv auf das Immunsystem aus sondern auch auf die Resorption von Mineralien. Es gleicht daher – in einem gewissen Umfang – die nachteiligen Folgen phytatreicher Futter aus. Außerdem wirkt sich Vitamin C günstig auf das Bindegewebe, also auch jenes des Hufs (z.B. des Strahlkissens) aus. Kieselsäure In der Landwirtschaft wird Kieselsäure verwendet, um die durch den sauren Regen eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe für die Pflanzen auszugleichen. Zudem erhöht sie die Standfestigkeit der Gräser. Beim Hufhorn wird ihr – in Verbindung mit weiteren Nährstoffen- eine Erhöhung der Huffestigkeit zugesprochen. Es kann davon ausgegangen werden, dass – abgesehen vom Biotin – die oben genannten Nährstoffe nicht nur in das nachwachsende sondern auch in das bereits gebildete Horn bzw. den die „toten“ Hornzellen verbindenden Interzellularkitt eindringen. Offensichtlich findet also ein Nährstofftransport nicht nur über den Kronsaum sondern auch direkt über die Huflederhaut in die gesamte anliegende Hornkapsel statt. Hefe Um eine optimale Aufnahme der zugeführten Nährstoffe zu bewirken, sollte durch die Zufütterung von Hefe die Darmflora unterstützt bzw. regeneriert werden. Eine Anmerkungen zu Salz-Minerallecksteinen: Der Salz- und Mineralbedarf sollte nicht über Lecksteine gedeckt worden. Der Salzbedarf eines Pferdes ist vor allem vom Grad des Schwitzens abhängig. Der Bedarf an Mineralstoffen ist stoffwechselbedingt und weitestgehend unabhängig vom Arbeitseinsatz. Werden Salz und Mineralstoffe gemeinsam als Block dem Pferd angeboten, besteht die Gefahr, dass es die Spurenelemente wahllos aufnimmt, meist entsprechend der benötigten Menge des Salzbedarfes auf. Dieses führt meist zu einer Überversorgung, die - zumal es sich oft um anorganische Formen handelt - leicht zu einer toxischen Menge ansteigen, da die Mineralstoffe nicht oder nur ungenügend ausgeschieden werden. Die übermäßige Aufnahme von Salz führt zu vermehrter Flüssigkeitsaufnahme und das wiederum zu erhöhtem Urinieren, was eine deutliche Zunahme von hufhornschädigendem Ammoniak in der Einstreu bewirkt. Aus unserer jahrelangen Praxis kann ich berichten, dass wir über nun 12 Jahre die von uns vertriebenen Produkte – zunächst ein amerikanisches, dann seit nun mehr als 6 Jahren das HUF-VITAL – immer mehr mit Nährstoffen angereichert haben. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Wirksamkeit tatsächlich zugenommen hat. Wenngleich also in der Forschung immer wieder darauf hingewiesen wird, dass nur einige Nährstoffe hufhornrelevant sein sollen und/oder dass letztlich alle erforderlichen Nährstoffe in der Hauptnahrung enthalten sind und es grundsätzlich keiner besonderen Zufütterung bedürfe muss ich nach empirischer Erkenntnis – mit einigen namhaften Mitbewerbern – dagegen halten, da wir in dem Großteil der Fälle – und damit meine ich etwa 98 % - tatsächlich eine zuverlässige Verbesserung feststellen konnten. Offensichtlich wird damit, dass die Nährstoffgehalte in der Hauptnahrung nicht gleich den für den Organismus verfügbaren Nährstoffen sind, eine Zufütterung mithin doch erforderlich und nützlich ist. Die Ergebnisse sind denn auch relativ kurzfristig, d.h. binnen 4 bis 12 Wochen zu erkennen. Meine Fütterungsempfehlung lautet: Heu und Stroh Hafer – nur sofern das Pferd einen entsprechenden Energiebedarf hat EIN komplexes Ergänzungsfutter – je nach Bedarf des Pferdes ausgewählt. Ihre Fütterung sollte dann wie eine Pyramide aussehen: Unten eine breite Schicht mit Grundfutter, dann – nur falls notwendig!!! – eine schon deutlich schmalere Schicht mit Kraftfutter und obendrauf als Spitze das „Mineralfutter. In „“, weil die komplexen Futter futtermittelrechtlich als Ergänzungsfutter zu bezeichnen sind. Bei multiplen Problemen können auch mehrere Ergänzungsfutter, z.B. eines für die Hufe und dazu eines für die Gelenke kombiniert werden. Hier sollten Sie jedoch Rücksprache mit Ihrem Tierarzt oder sachverständigen Futtermittelhändler halten, um Überversorgungen, z.B. mit Selen, zu vermeiden. Verfasser : C. Commandeur Atcom Horse Anhang - Wichtige Nährstoffe und Bedeutung für Körperfunktionen Luzernegrünmehl ist sehr schmackhaft für Pferde u. hat einen hohen Anteil an Karotin, das bei Bedarf zu Vitamin A umgewandelt wird. Hefekulturen stabilisieren die Darmflora; regen die microbielle Aktivität an u. sind so u.a. notwendig für den Stoffwechsel u. eine gesunde Haut. Kieselgur erhöht die Widerstandskraft der Haut u. stärkt das Bindegewebe. Lecithin bewirkt schnelle Regeneration nach hoher sportlicher Betätigung; stützt Kondition u. Konstitution, verbessert Nährstoffresorption u. beugt Leberschäden vor; verleiht Zellgewebe Festigkeit u. Elastizität. Leinsamen hat einen hohen Anteil an Schleimstoffen. Seealgenmehl ist eine natürliche Jodquelle und enthält zahlreiche Microelemente. Es stützt die Widerstandskraft (immunstimulierend), wirkt kräftigend, regt das Zellwachstum an u. reguliert die biologischen Prozesse im Organismus; wirkt es sich positiv auf das Hufhornwachstum aus. Biologisch aktiverAlgenkalk vom Organismus hochverwertbare Calciumquelle, reich an natürlichem Magnesium, Aminosäuren und Spurenelementen Kräuter sind eine natürliche Hilfe aus der Natur, zum größten Teil in pharmazeutischer Qualität; verbessern u.a. die Sauerstoffversorgung der Zellen u. damit die Kondition; schaffen biologische Reserven oder unterstützen die Verdauungsaktivitäten Calcium ist ein Baustoff für Knochen und Zähne. Wichtig für das Stoffwechselgeschehen, die Blutgerinnung sowie für die Nerven- u. Muskelkontraktion. Unterversorgung u. auch Überversorgung können zur Entkalkung der Knochen führen Phosphor ist ein Baustoff für Knochen und Zähne; wichtig für zahlreiche Funktionen im Stoffwechsel. Eine Überversorgung kann die Calciumversorgung stören. Magnesium Baustoff für Knochen, Knorpel und Zähne; wichtig für die Funktion zahlreicher Enzyme; hauptsächlich von Nerven und Muskeln, ist am Ca-P-Stoffwechsel beteiligt. Natrium reguliert mit Chlor den osmotischen Druck der extrazellulären Flüssigkeit; erhält Säuren-Basen-Haushalt aufrecht; reguliert den Wasserhaushalt und ist für die Funktion von Nerven und Muskeln essentiell. Kalium reguliert den osmotischen Druck des Zellsaftes. Wichtig für die Aktivität vieler Enzyme u.a. die Glykogenspeicherung i.d. Leber. Vitamin A ist für einen optimalen Stoffwechsel erforderlich, es wirkt sich u.a. auf das Hautbild aus. Vitamin D3 reguliert die Absorption von Calcium u. Phosphor aus dem Darm. Bei einem Mangel kann das aufgenommene Calcium nicht genutzt werden. Vitamin E verhindern Gewebeschäden durch Oxidation. und Selen Ein Mangel kann u.a. zu Störungen des Nervensystems führen Vitamin K3 ist wichtig für die Blutgerinnung Vitamin B-Komplex spielt eine wichtige Rolle bei der Nervensignalübertragung u. dem Kohlehydratstoffwechsel; beugt dem sog. "tying-up" vor. Vitamin C ist i.V.m. Kupfer ist für ein gesundes, starkes Zellgewebe notwendig. Der Ascorbinsäurespiegel im Blut von gestressten Pferden u. Pferden in Stallhaltung ist oft niedrig. Biotin Biotin ist wichtig für den Fettsäurehaushalt, hat Einfluß auf das HufhornwachstumFolsäure ist für die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig Nicotinsäure hat eine Schlüsselfunktion im Stoffwechsel. Pantothensäure wichtig für Kohlehydrat- u. Fettstoffwechsel, für Haut u. Schleimhäute u. Pigmentierung. Kupfer unentbehrlich für Blut-, nerven-, Bindegewebs- u. Pigment- sowie für die Knochenbildung.Zink verbessert die Wundheilung, den Hautzustand u. das Hufwachstum. Mangan bedeutend für den Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel, die Knorpel- und Knochenbildung, Pigmentierung des Fells sowie Ablauf der Geschlechtsfunktion Kobalt ist für den Aufbau des Blutfarbstoffes Hämoglobin notwendig. Jod Bestandteil des Schilddrüsenhormons Thyroxin, das den gesamten Stoffwechsel reguliert. Betain ist notwendig für den Fettstoffwechsel, die Leberentfettung und die Nervenreizüberleitung. DL-Methionin essentielle Aminosäure, die in den meisten Getreidearten fehlt; trägt im Körper dazu bei, übermäßige Fetteinlagerungen in der Leber zu verhindern, unterstützt die Regeneration der Leber u. Nieren, hat eine harnsäuernde Wirkung; wirkt antioxidativ u. kann Schwermetalle z.B. Blei, sowie Histamin u. Ammoniak entgiften bzw. deren Abbau beschleunigen; wird außerdem für den Stoffwechsel von Selen benötigt; Lysin essentielle Animinsäure u. Teil vieler Proteine; trägt zum Wachstum, zur Gewebereparatur, zur Bildung von Enzymen, Hormonen u. Antikörpern sowie zur Kollagensynthese u. Knochengesundheit bei; hilft, Calcium zu absorbieren u. zu speichern; erhält die Stickstoffbalance im Körper u. spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem; trägt zur Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems bei, ist als Baustein von Kollagen wichtiger Bestandteil der Gefäßwände u. kann so die Arterienwände stärken. Cystein semi-essentielle Aminosäure; hat antioxidative Fähigkeiten u. kann die toxischen Wirkungen von Medikamenten u. Chemikalien verringern; trägt zur Synthese der Zellmembranen (Zellwände) ebenso wie zu ihrer Regeration bei; trägt mit Pantothensäure dazu bei, dass wichtige Fettsäuren für die Zellwände und für Myelin (Teil der Nervenmarkscheide) gebildet werden; ist außerdem ein Teil der strukturellen Proteine des Bindegewebes u. festigt diese Gewebe. Tryptophan essentielle Aminosäure;wichtig im Stoffwechsel u. trägt zur Bildung von Serotonin bei. Eine dauerhafte Fütterung sollte vermieden werden. Im Humanbereich sind Tyrosin ist eine in der Luzerne u. den Hefekulturen enthaltene Aminosäure; i.V.m. Jod Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin u. Triiodothyronin. Viele Pferde mit Haut- und Hufproblemen, haben einen Mangel an diesen Hormonen. Wir danken der Firma Atcom-Hamburg für diesen Beitrag